Sonntag, 10. April 2016

Rezension Silfur von Nina Blazon

Gebundene Ausgabe: 480 Seiten 
Verlag: cbt (21. März 2016) 
Sprache: Deutsch 
Reihe: Nein 
Empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren 

Kurzbeschreibung: Sommerferien in Island, einem Land, in dem die Menschen sich am Lagerfeuer Geschichten über Elfenwesen und Wiedergänger erzählen. Doch handelt es sich dabei wirklich nur um Geschichten? Die Brüder Fabio und Tom sind sich da zunehmend unsicher. Gemeinsam mit Elín, dem wilden isländischen Mädchen, das ihnen nicht nur die Hauptstadt Reykjavík zeigt, sondern sie auch mit zu einem Reiterhof in der Nähe der berühmten Hraunfossar-Wasserfälle nimmt, stoßen sie auf eine geheimnisvolle Welt im Verborgenen …


                      Quelle: cbt  |  Facebook-Seite des Verlags


Meine Meinung:
Spätestens nach diesem Buch will man seine eigene Reise nach Island antreten und all die so wundervoll beschriebenen Orte, die Berge, die Vulkane und Gletscher und vor allem auch die Mythen entdecken, die dieses Land beherbergt. Zu Island hatte ich eigentlich keine spezielle Bindung. Ich wusste nur, dass es dort sehr kalt ist und ein halbes Jahr fast nur hell bzw. dunkel ist. Dass es aber wirklich eine Elfenbeauftragte gibt, wusste ich nicht. Und irgendwie ist es schön zu hören, dass immer noch Menschen an magische Wesen und Mythen glauben.

In Silfur geht es um zwei Brüder, die mit ihren Eltern 3 Wochen Ferien auf Island machen. Dabei lernen sie nicht nur Unmengen an Kultur, isländische Sprache und Traditionen kennen, sondern auch die trampelnde und grobe Elin, die ungefähr so alt ist wie die zwei Brüder: 12. Zuerst können sie sich gar nicht leiden, doch mit der Zeit entwickelt sich etwas ganz tolles zwischen den dreien, das man nicht mehr missen will.

Und die ganze Zeit geht es um Elfen, gruselige Geschichten und Fabio beginnt das alles besser wahrzunehmen als sein Bruder Tom, der immer der talentiertere, größere und sportlichere Bruder von beiden war, obwohl er jünger ist. Es wird eine Reise durch ganz Island mit all seinen schönen Ecken und Wesen. Dabei werden immer wieder kleine Fakten ganz geschickt in die Story eingebunden, sodass man es kaum merkt, aber mit dem Lesen nicht mehr aufhören kann.

Nina Blazon hat eine ganz tolle Art zu schreiben und damit ihre Leser zu fesseln. Sie muss unfassbar viel recherchiert und Isländer befragt haben, denn man fühlt sich fast als wäre man selber dort, sobald man das Buch wieder aufschlägt. Es ist ein Märchen, wie man sie liebt. Eingebunden in eine Geschichte, die wirklich so hätte passieren können, sodass man fast dran glauben mag. Wirklich unfassbar toll!

                                                              Fazit                                                                    

Nina Blazon hat mir mit "Silfur" ein neues Jahreshighlight beschert. Sagenumwobene Elfengeschichten, toll eingebunden in der isländischen Umgebung. Kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen, war ich selbst wieder direkt im kalten, aber faszinierenden Island. Wer das Land nicht kannte, wird es nach diesem Buch direkt lieben, denn es ist nicht nur für Kinder sondern auch für Erwachsene sehr gut geschrieben und geeignet. Ganz, ganz toll! 5/5 Punkte.


Danke cbt!

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