Donnerstag, 30. Juni 2016

Rezension Ein Sommer in Tokio von Brenda St. John Brown

Taschenbuch: 352 Seiten 
Verlag: Egmont LYX; Auflage: 1 (7. Mai 2015) 
Sprache: Deutsch 
Reihe: Nein 
Originaltitel: Swimming to Tokyo 


Kurzbeschreibung: Die neunzehnjährige Zosia leidet sehr unter dem Tod ihrer Mutter. Als ihr Vater ihr verkündet, dass er einen Job in Japan angenommen hat, kommt ihr der Tapetenwechsel daher gerade recht. Dass sie ausgerechnet in Tokio auf Finn O‘Leary trifft, hat Zosia allerdings nicht erwartet. Finn ging auf ihre Highschool, wo er den Ruf als unnahbarer Einzelgänger hatte. Doch nun stellt Zosia fest, dass auch Finn eine Vergangenheit hat, vor der er davonläuft. Die beiden beschließen, gemeinsam die Stadt zu erkunden, und je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto näher kommen sie sich. Und spüren bald ganz deutlich, dass dieser Sommer unvergesslich werden könnte …


 

Meine Meinung:
Zuerst muss ich sagen, dass das Buch seine Highlights und Schwerpunkte NICHT auf Tokio, seine Umgebung und Sehenswürdigkeiten legt, sondern eher auf die Liebe IN Tokio. Das war echt ziemlich schade, da ich mich auf einen kirschblütenartigen Liebesroman in Tokio gefreut hatte. Zosias Vater erhält dabei ein Stellenangebot in Tokio, woraufhin Zosia für 6 Wochen (da sie mit danach ihr Studium beginnt, fliegt sie anschließend wieder nach Amerika) in Tokio lebt. Ihr Jugendschwarm Finn, der zufälligerweise der Sohn einer Arbeitskollegin von Zosias Vater ist, steht dann auch plötzlich vor ihr und zusammen verbringen sie den Sommer in Tokio.

Dabei muss man wirklich sagen, dass die beiden seeeeeehr viel zusammen abhängen und gerne auch mal 1 ganzen Tag im Bett ... ähm .. gammeln(?) und gar nicht Tokio erkunden. Man liest schon einige Male, dass sie rausgehen und sich einen Park oder Tempel anschauen, aber sonderlich viel wird leider nicht beschrieben. das ist wirklich das große Manko. Des Weiteren geht es zwischen den beiden mit der Zeit auch ziemlich heiß her, womit ich gar nicht gerechnet hatte und mir deswegen fast die Augen aus dem Kopf gefallen sind. :D Diese Szenen nahmen aber wirklich nicht Überhand.

Grundsätzlich geht es um die Liebe, die zwischen den beiden irgendwie immer ein bisschen war, in Tokio weiter wächst und auch nach Tokio noch bestehen soll. Dabei scheint Finn ein großes Geheimnis zu haben, das Zosia niemand sagen will und woran sie ewig zu beißen hat. Ich finde, man hätte die ganze Geschichte auch in ihrer Heimatstadt aufbauen können und es wäre trotzdem ein tolles Buch geworden. Dass die beiden in Tokio waren, hat man stellenweise gerne mal vergessen oder gar nicht mehr mitbekommen. Das war wirklich schade.

Die Liebe zwischen den beiden ist aber wirklich süß. Es gibt viele, viele Gespräche, viele Knackpunkte und Dinge, über die sie sich unterhalten (müssen). Dabei wirkte Finn zu Beginn fast unnahbar und am Ende sehr, sehr verletzlich und gefühlsduselig. Auch das typische Bella-Edward-Schema mit "Ich bin nicht gut für dich" kam teilweise vor, war aber wirklich schnell vom Tisch und neue Probleme präsent. 

                                                          Fazit                                                                     

"Ein Sommer in Tokio" repräsentiert den Sommer zweier Jugendlicher, die diesen aber auch in jeder anderen Stadt hätten verbringen können, da sie nicht wirklich Sehenswürdigkeiten angeschaut oder zwischen Kirschblütenbäumen getanzt haben. Das war echt schade. Es stand die Liebe und die Zukunft von Zosia und Finn im Vordergrund und ein dunkles Geheimnis, das Finn und seine Familie ziemlich belastet. 2,5/5 Punkte.


Danke Lyx!

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