Samstag, 11. Juni 2016

Rezension Hinter der blauen Tür von Marcin Szczygielski

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten 
Verlag: FISCHER Sauerländer (25. Mai 2016) 
Sprache: Deutsch 
Übersetzer: Thomas Weiler
Reihe: Nein 
Empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren 
Originaltitel: Za Niebieskimi Drzwiami 

Kurzbeschreibung: Anklopfen auf eigene Gefahr! – Ein nervenkitzliges Fantasy-Abenteuer mit raffinierten Wendungen und einer Prise Grusel Lukasz weiß gar nicht, wie ihm geschieht: Auf einmal taucht da eine Frau auf und behauptet, sie sei seine Tante. Und weil Lukasz‘ Mama im Krankenhaus liegt, nimmt die Fremde Lukasz kurzerhand gleich mit. Ehe Lukasz sich versieht, landet er in ihrer kleinen und ziemlich heruntergekommenen Pension irgendwo auf dem Land. Ganz geheuer ist ihm nicht bei der ganzen Sache – und seine Ahnung soll Lukasz auch tatsächlich nicht trügen. Denn als er auf seinen Streifzügen durch die Pension die blaue Tür entdeckt und herausfindet, was dahintersteckt, landet Lukasz im größten Abenteuer seines Lebens: Hinter der geheimnisvollen Tür tut sich eine magische, silbrig schimmernde Welt auf, die von sonderbaren Schlangenvögeln und einem Schneider mit magischen Kräften beseelt wird. So friedlich, wie sie wirkt, ist die Welt hinter der Tür jedoch nicht – ganz im Gegenteil: Als Lukasz ein Silberfädchen mit in seine Welt nimmt, geschieht das Schreckliche: Seine Tante verwandelt sich in ein spinnenartiges Monster. Und es gibt nur eine Möglichkeit, sie zu retten – Lukasz muss zurück in die Silberwelt und das Böse besiegen.




Meine Meinung:
Hinter der blauen Tür sieht nach einem fantasyreichen Kinderbuch aus, aber ich muss echt sagen, dass es mich auch ziemlich gegruselt hat. Wir starten mit Lukasz, der bei einem Autounfall noch gut davon kommt, allerdings jetzt erstmal mit einer Mutter leben muss, die im Koma liegt und einfach nicht aufwachen will. Dabei fand ich, dass Lukasz über das Buch hinweg nicht sooo traurig war, wie man es von einem Kind erwarten würde. Zwar ist er schon an die 12 Jahre alt, konnte sich aber immer gut beherrschen. Das war für mich ziemlich unrealistisch. Obwohl er nicht mal seinen Vater kennt und nun bei seiner Tante wohnt, von deren Existenz er bis dato nicht mal wusste.

Diese wohnt in einem kleinen Dorf und betreibt eine Pension. Eine blau angestrichene Tür, die in andere Welten führt, ist dabei Lukasz wichtigster Fluchtpunkt. Was hinter der Tür lauert und sogar nach außen dringt, war für mich stellenweise echt gruselig beschrieben, wie beispielsweise die runzlige Frau, die an der Decke krabbelt mit den lebendigen weißen Haaren, welche versuchen die Menschen einzufangen. Die andere Welt wurde vom Autor sehr detailreich und vorstellbar beschrieben, sodass ich sie mir sehr gut vor meinem inneren Auge vorstellen konnte.

Überraschend war wirklich das Ende. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet und hat somit noch mal extra viel rausgeholt. Die Art einer solchen Wendung war mir bereits aus anderen Büchern oder PC Spielen bekannt, aber in dem Moment einfach total unerwartet und gut gemacht! Die Umgebung und Lukasz Gefühle und auch die Freundschaft zu den Streithähnen, die er auf dem Land kennen lernt, wurden liebevoll vermittelt und kinderbuchgerecht eingebracht.

                                                            Fazit                                                                 

"Hinter der blauen Tür" lauert die Silberwelt, die viele Überraschungen für unseren Protagonisten Lukasz bereithält. Eine angemessene Portion Grusel, gemischt mit den richtigen Wendungen und Überraschungen zur rechten Zeit, haben mir tolle Lesestunden bereitet. Einzig und allein Lukasz fehlende Trauer gegenüber seiner Mutter, die nach einem Unfall im Koma liegt, ließen mich dem Buch gegenüber skeptisch werden. Ansonsten ganz toll! 4,5/5 Punkte!


Danke Sauerländer!

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