Sonntag, 22. April 2012

Rezension One Night Stand von Boris Pfeiffer


Broschiert: 254 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1., Aufl. (1. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3473584010
ISBN-13: 978-3473584017
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre




Kurzbeschreibung:
Art muss allein in den 1. Mai tanzen. Und er tanzt wild und kifft und trinkt und weiß am nächsten Morgen nicht mehr, wie es passieren konnte: Er hat mit einem Mann geschlafen - ohne ein Kondom zu benutzen. Der Fremde ist weg und Art allein mit seiner Panik. Hat er sich mit Aids infiziert?
Quelle: Amazon


Meine Meinung:
Ein etwas anderes Buch von Boris Pfeiffer.
Es geht um einen 17-jährigen aufgeweckten, lebenfrohen Artur, kurz Art, der sich in der Walpurgisnacht ziemlich gehen lässt. Wie das in der Jugend nunmal so ist betrinkt er sich, kifft, tanzt und alles gerät irgendwie ein bisschen außer Kontrolle. Er schläft mit einem jungen gutaussehenden Jungen Miro - allerdings ohne Kondom. Nun plagt ihn ständig die Angst mit Aids infiziert zu sein.

Das gesamte Buch über merkt mehr sehr deutlich wie Art's Gedanken ständig hin und her springen, wie er sich etwas vornimmt und es dann wieder verwirft, wie sehr er sich Gedanken macht, wie er verzweifelt und nach Antworten sucht. Das Buch ist aus Art's Perspektive geschrieben. Ca. alle 5 Kapitel gibt es kleine Abschnitte aus Jules Perspektive, Art's Freundin. Diese fanden ich richtig gut, da man so auch mitgekommt, was der Partner denkt, wenn sich Art so komisch verhält, wie sie sich Sorgen macht, wie sich Schuld auf sich nimmt, überlegt, was sie falsch gemacht haben könnte, da nach dieser Nacht es zwischen den beiden nichts mehr wie vorher ist. Sie verfremden sich.

Dann gibt es noch Jonny und Ilja, die finde ich irgendwie nciht so recht seine Kumpels sind. Als sie Art's Visitenkarte vom Arzt sehen fängt das Grauen erst an und ich finde für Freunde benehmen sie sich ziemlich unreif und füchterlich. Ich habe Art nicht verstanden, dass er später noch mit ihnen abhängt. Das war aber auch das einzig negative.

Das Buch besteht aus sehr vielen kurzen Sätzen, die sehr einfach sind, manchmal auch zu kurz und ich mich schon wieder wunder, dass der Satz zuende ist.^^ es gibt unheimlich viele Fragen, da sich Art so viiiele Gedanken macht und sich ständig fragt, was passieren könnte und wie die Zukunft aussehen könnte.

Mir hat das Buch sehr gefallen, es greift nunmal ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft auf. Die Gefahren für Aids werden ziemlich unterschätzt, denn es gibt KEIN Heilmittel! Man befasst sich viel zu wenig damit und dass kann dann dazu führen, dass vor allem sehr viele junge Menschen daran erkranken. Und dies gilt es nunmal zu verhindern. Ich finde es realistisch wie Herr Pfeiffer die Gedanken beschrieben hat, was einem alles durch den Kopf geht ist Wahnsinn. Ich habe mal (ich schreibe das hier jetzt einfach mal hin) die Pille vergessen gehabt und hatte dann schon 2 Wochen meeeega dolle Angst ich könnte schwanger sein. Jeden Tag habe ich drüber nachgedacht, wie das mit abtreiben ist und was ich machen könnte. Habe in tausend Foren gegooglt wie wahrscheinlich es ist und so weiter. Man ist so mega aufgeregt und macht sich selber total verrückt.

Bei einem Aids-Test ist das allerdings nicht in 2 Wochen getan, sondenr man muss erstmal 3 Monate warten bis man einen machen kann. Diese Ungewissheit bringt einen fast um, und Art auch. Er schottet sich ab, erfindet Lügen, crasse Sache.

Von mir 4,5/5 Punkte, da ich diese kleine Sache echt total unverständlich fand.


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